22.01.2012 19:03 Alter: 117 Tage
Damen 1: HV Herzogenbuchsee - Basel Regio 21:27 (11:13)
Kategorie: Spielberichte Damen 1Von: Alexandra Stäuble
Ungenügende Chancenauswertung verunmöglicht Sieg
Dem HV Herzogenbuchsee missglückt der Start in die Aufstiegsrunde. Zu hause verlieren die Buchserinnen gegen Basel Regio mit 21:27.
Der Start in die Partie war viel versprechend und begeisternd. Dank einer glänzenden Verteidigungsleistung fand die SG Basel Regio überhaupt nicht ins Spiel. Herzogenbuchsee vermochte dem Gegner auf eindrückliche Art und Weise den Schneid abzukaufen. Basel musste – wenn sie denn eine Lücke fanden – aus ungünstigen Positionen abschliessen. Wenn dann ein Ball aufs Tor kam, hatte der HVH mit Melanie Lacher eine beinahe unüberwindbare Keeperin im Tor. Wurde der Ball gesichert, war das blitzschnelle Umschalten von Verteidigung auf Angriff vorbildlich. Nach zwei blitzschnellen Kontern führte Buchsi mit 2:0.
Der Buchser Höhenflug hielt aber nicht lange an. Nach rund zehn Minuten hätten die Buchserinnen mit 7:2 führen müssen, schafften es aber nicht, aus dem Spiel zu skoren. So stand es lediglich 2:2 unentschieden. Der HVH liess nach dem Startfurioso die nötige Kaltblütigkeit vermissen. Bis zur 15. Minute ging es so weiter: Buchsi traf vorne nicht und Basel kam auf der anderen Seite nicht zum Abschluss.
Mit der Einwechslung der Baslerin Marie-Rose Bütikofer änderte sich dann aber das Skore schlagartig. Die flinke Rückraumspielerin schaffte es Mal für Mal, die Buchser Defensive auszutanzen. Mit sechs Toren in Serie sorgte sie für die Wende im Spiel. Während Basel die Schwachstelle beim HVH gnadenlos ausnutzte, verzweifelte das Heimteamm weiter an der offensiv ausgerichteten Defensive der Baslerinnen. Die Buchserinnen taten sich schwer, den direkten Weg aufs Tor und die passende Lücke zu finden. Zu oft spielte das Heimteam quer. Und falls sich eine Buchserin durchtanken konnte, so landete der Schuss meist neben dem Tor. Zur Pause führte Basel mit 13:11.
Auch nach der Pause läuft vorne nicht viel
Basel kam besser aus der Kabine. Mit zwei schnellen Toren erhöhten die Gäste rasch auf 15:11. Die HVH-Damen präsentierten sich vorne ideenlos und ohne die nötige Durchschlagskraft. Dadurch hatten die Gäste hinten leichtes Spiel. Immer wieder endeten die Buchser Angriffsbemühungen in den Armen einer Baslerin, weil während der gesamten zweiten Halbzeit zu wenig Bewegung drin war.
Um die Lücke hinten zu schliessen, entschied sich das Trainerduo Jürg Lüthi und Martin Günter für eine 6:0-Verteidigung. Es dauerte einige Minuten, ehe die Abstimmung stimmte. Danach sorgte die kompakte und aggressive Defensive aber wieder für die nötige Stabilität. Die wiedergefundene Stärke sorgte für ein kollektives Aufbäumen. Die Offensivaktionen wurden nun wieder mit mehr Überzeugung zu Ende geführt und Buchsi kam wieder bis auf zwei Tore ran. Die miserable Chancenauswertung zog sich aber über die gesamte Spielzeit, und so stand am Ende ein verdienter 27:21-Sieg für die SG Basel Regio zu Buche.
Es bleiben noch 11 Partien
Auch wenn beim ersten Aufstiegsspiel nicht alles wie gewünscht klappte, kämpften die Buchserinnen von der ersten bis zur letzten Minute. Das Heimteam liess sich durch die missglückten Aktionen zu keiner Zeit entmutigen. Zudem war die Verteidigungsleistung phasenweise sehr überzeugend und stimmt für die kommenden elf Partien der Aufstiegsrunde zuversichtlich.
Bereits am Montag (23. Januar, 20.15 Uhr) geht es mit dem nächsten Ernstkampf weiter. Die Buchserinnen empfangen zum Cup-Viertelfinal Spono Nottwil 2 (SPL 2). Nach der Heimpleite gegen Basel will die Mannschaft auf die Siegesstrasse zurückkehren. Einer besonderen Motivation bedarf es nicht. Der Gewinner zieht in den Cup-Halbfinal ein und wird am Final Four in Sursee mit dabei sein. Nach der letztjährigen Teilnahme wollen die Buchserinnen ein weiteres Mal nach Sursee fahren, um sich mit einem Top-Team im Halbfinal zu messen. Aber auch Spono wird alles geben. Für die Luzernerinnen ist das Final Four im nahe gelegenen Sursee ein “Heimspiel“ und sicherlich auch ein Highlight.
HV Herzogenbuchsee: Melanie Lacher/Alexandra Stäuble, Daria Acha-Orbéa (5), Vera Bernhard (3), Nadia Colvin, Margit Felegyi (4/1), Daria Kaiser (4/1), Simone Lüthi, Isabel Prinzing, Nicole Rindlisbacher (3), Franziska Ryser, Sandra Schneider, Murielle Schöni (1), Linda Urben.
